Der Jussupow-Palast – Geschichte einer Adelsfamilie

Der Jussopow-Palast in St. Petersburg – ein Denkmal russischer Geschichte und Kultur

St. Petersburg: Der Jussupow-Palast an der Moika

St. Petersburg: Der Jussupow-Palast an der Moika

Architektur und Bau:

Der Jussupow-Palast an der Moika in St. Petersburg ist ein Denkmal russischer Geschichte und Kultur. An dem Bau des Gebäude-Ensembles des Jussupow-Palast an der Moika arbeiteten die bekannten russischen und ausländischen Architekten J.-B. Vallin de la Mothe und A. M. Mikhailov, B. Simon sowie weitere. Von 1830 bis 1917 waren die Jussupows die Besitzer des Anwesens, fünf Generationen der Familie gehörten zur russischen Elite der Adelsgeschlechter.

Man kann sagen, dass der Schaffensprozess der Palastanlage über zwei Jahrhunderte andauerte. Dessen Geschichte beginnt 1780 und damit zu einer Zeit, in der die Stadt St. Petersburg Gestalt annahm. Sie teilt sich in zwei Abschnitte – die Zeit „vor-Jussupow“, die ein Jahrhundert andauerte und die Zeit „Jussopow“ nach der Übernahme des Palastes durch N. B. Jussopow.

Die Geschichte beginnt am Ufer der Moika. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war das damalige Gebäude im Besitz der Nichte von Peter I, Praskowja Iwanowna. Im Jahre 1726 verschenkte diese den Bau dann an das Leibgarde-Regiment Semenov. Später kam das Grundstück in den Besitz von Graf Peter Schuwalow.

Graf Schuwalow:

In diesem Haus, das im Barockstil erbaut wurde, feierte der Graf Schuwalow rauschende Feste mit wichtigen Gästen. Im Jahre 1754 wurde in Schuwalows Haus sogar die Geburt von Kronprinz Paul Petrovich gefeiert, dem späteren Zar von Russland.

Der Sohn von Peter Schuwalow, der junge Graf Andrei Petrowitsch baute sich schließlich in den 1770er Jahren ein Haus etwas weiter oberhalb des Flussdamms. Das Projekt leitete der Architekt Jean-la Mothe B. Vallen.

Das Gebäude wurde in Form eines langgestreckten „P“ gebaut. Der zentrale Teil war drei Etagen hoch und hatte zwei seitliche Vorsprünge. Der Haupteingang der Villa lag auf der Seite zur Moika. Auf der Seite zur Straße Dekabristen lag ein Triumphbogen, der bis heute dort zu sehen ist. An dieser Stelle steht auch immer noch ein sieben Meter hoher Zaun mit klassischen Kolonnaden.

Im späten 18. Jahrhundert wurde das Haus schließlich Eigentum der Nichte des Fürsten G. A. Potemkin. Im Jahre 1830 wurde es dann von Nikolai Borissowitsch Jussupow gekauft.

Die Familie Jussupow:

Die Familie Jussupow ist in Russland seit 1563 bekannt, als in Moskau die Söhne von Sultan Yusuf ankamen. Der Urenkel von Yusuf Abdul-Mursa konvertierte zum Christentum und änderte seinen Namen in Dmitri. Sein Sohn, General Grigory Jussupow war ein Verbündeter von Peter I. und sein Enkel Nikolai Jussupow erhielt alle russischen Auszeichnungen (einschließlich des Ordens von St. Andrew von Paul I), sowie, speziell für ihn erfunden, den Orden Perle Epaulette. N. B. Jussupow war zu dieser Zeit einer der reichsten Männer in Russland. In Russland hatte die Familie Jussupow insgesamt mehr als fünfzig Paläste, darunter vier Paläste allein in St. Petersburg.

Der Palast wurde für N. B. Jussupow von 1830-1838 nach dem Plan von A. A. Mikhailov (Mikhailov II) rekonstruiert. Die seitlichen Vorsprünge wurden dann auf drei Stockwerke erhöht. Auf der Ostseite wurde schließlich ein neues dreistöckiges Gebäude hinzugebaut, in welchem sich ein Bankettsaal mit 24 weißen Kolonaden befand. Hier wurden die Gäste empfangen. Im Verbindungsflügel waren Kunstgalerien und ein kleines Theater im Barockstil für bis zu 180 Personen untergebracht. Zur Einweihung wurde dann der erste Teil der Oper von  M. I. Glinka „Ein Leben für den Zaren“ („Iwan Sussanin“) aufgeführt. Des Weiteren wurde ein Gewächshaus sowie ein Wintergarten angelegt.
Nach diesem Projekt „Mikhailova“ wurde eine große Treppe an der Seite des Eingangsbogens an der Moika gebaut, die zu den Prunkräumen des Schlosses führte. Darüber hinaus fanden sich ein Tanzsaal sowie drei Wohnräume namens „Grün“, „Blau“ und „Zar“ im Palast. Die Innenräume wurden von den italienischen Meistern A. Vigi und B. de Medici sowie einigen russischen Meistern erstellt.

Eine große Rolle spielte übrigens der Architekt Alexander Stepanow. In den frühen 1890er Jahren entwarf er den Stromanschluss, die Kanalisation, die Wasserversorgung und Warmwasseraufbereitung des Gebäudes. Unter seiner Führung wurde das Heimtheater umgebaut und eine Art Lounge entworfen. Im Jahr 1914 kreierte eine Gruppe von Architekten ein großes Wohnzimmer, Esszimmer und weitere Räume.

Bis 1917 gehörte das Herrenhaus den Angehörigen der Familie Jussupow.

Rasputin:

In der Nacht vom 17. Dezember 1916 töteten Felix Jussupow und eine Gruppe von Verschwörern in diesem Palast Grigori Rasputin, einen ehemaligen sibirischen Bauern, der ein spiritueller Mentor und Freund der Familie des Zaren Nikolaus II geworden war und großen Einfluss auf diesen ausübte.

Von 1919 bis 1925 befand sich im Gebäude ein Museum. Später wurde es ein Haus der Lehrer, das Zentrum der professionellen und kreativen Kommunikation für Pädagogen. Aufgrunddessen wurde dieses Gebäude nicht wie andere historische Denkmäler beschädigt. Seine Festsäle und Prachträume überlebten. Heute repräsentiert der Palast immer noch ein kulturelles Zentrum, welches als Museum und Theater dient und Konzert, Kultur- und Bildungsaktivitäten gewidmet ist.

Der Jussupow-Palast nach dem Zweiten Weltkrieg:

Während des Großen Vaterländischen Krieg (Zweiter Weltkrieg) 1941-1945 war das Gebäude ein Krankenhaus. Das Herrenhaus wurde stark von Beschuss und Bomben beschädigt. Im ersten Jahr nach Kriegsende begann die Restaurierung des Gebäudes. In der Zeit von 1959-1978 wurde das Haus nach einem Brand im Jahre 1958 wieder aufgebaut. 1987 eröffnete hier das Kammermusik Theater. Weiterhin finden hier Ausstellungen über die Geschichte des Schlosses wie „Killing Rasputin“ und „Die Geschichte der Jussupows“ statt.

Jedes Jahr wird im Palast der Silvesterball von Maestro Yuri Temirkanov veranstaltet. Des Weiteren finden Feiern zu Weihnachten, Karneval sowie Ostern statt, außerdem verschiedene Bälle und Maskeraden.

Der Jussupow-Palast an der Moika in St. Petersburg ist einer der wenigen Villen der Stadt, in der die Prunkräume und die Kunstgalerie, das Heimtheater sowie luxuriöse Wohnräume bis heute existieren. Dank der Arbeit und des Talents von St. Petersburgs Restauratoren ist das schöne Interieur weiterhin zugänglich für russische und ausländische Liebhaber von Geschichte, Kunst, Musik und Theater.

St. Petersburg Reise mit AL.EX Reiseservice

Sie erhalten automatisch eine Bestätigung an Ihre E-Mail-Adresse. Wir prüfen die Verfügbarkeit der angefragten Reisedaten und senden Ihnen eine ausführliche Reisebestätigung/Rechnung zu, ebenfalls per E-Mail.

Ja, Sie erhalten von uns je einen Reise-Sicherungsschein pro Reise, zusammen mit der Reisebestätigung/Rechnung. Ihre gesamten Zahlungen an uns sind somit abgesichert. Das garantiert Ihnen unser Partner R+V Versicherungen.

Ihre Reiseunterlagen (Flugticket, Pauschalvoucher, Infoblatt) senden wir Ihnen ca. zwei Wochen vor Reisebeginn per E-Mail zu.

Ja, Sie können jederzeit von der gebuchten Reise zurücktreten. Es fällt dann eine Stornogebühr an, welche mindestens 20% vom Reisepreis beträgt. Je nach Kurzfristigkeit erhöht sich dieser Prozentsatz bis maximal 100% im Falle der Stornierung am Tag der Anreise. Die Stornokosten werden mit den bereits geleisteten Zahlungen verrechnet. Sie sollten die Stornierung schriftlich vornehmen. Wir empfehlen Ihnen, sich ausreichend zu versichern. Guten Schutz bei Rücktritt aus gesundlichen Gründen sowie eine unkomplizierte Abwicklung bietet unser Partner HanseMerkur Reiseversicherung an.

Alle Individualreisen werden garantiert durchgeführt. Unsere Gruppenreisen haben allerdings eine Mindestteilnehmerzahl, die variieren können von min. 2, 4 und 6 Personen. Erfahrungsgemäß finden sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit statt. Viele Reisetermine müssen wir wegen großer Nachfrage sogar frühzeitig schließen.

Erfahrungsgemäß, über die ganze Saison gerechnet, liegt die durchschnittliche Gruppengröße bei etwa 20 Personen. In der Hochsaison kann die Gruppe bei unseren Classic Reisen bis max. 35 Personen bestehen. und bemühen uns, die Reisenden so einzuteilen, dass sie einerseits im Reisebus bequem sitzen können und andererseits bei den Führungen sehr gut den Erklärungen des Reiseleiters folgen können. Dafür sorgt auch unser speziell für Sie ausgewähltes Audiosystem. Gruppen, die in Boutique-Hotels wohnen, sind etwas kleiner und bestehen aus 12 bis 26 Personen.

Bei unseren Comfort PLUS Reisen besteht die maximale Gruppengröße aus 18 Personen.

Unsere Premium-Reisen finden in Kleingruppen von maximal 12 Personen statt.

Sie haben dafür folgende Möglichkeiten: Banküberweisung, Barzahlung in unserem Büro sowie Kreditkartenzahlung online oder in unserem Büro.

Sie können einen kleinen Betrag vor Ihrer Reise wechseln, dann sind Sie am Tag Ihrer Ankunft sorgenfrei. Vor Ort stehen Ihnen Wechselmöglichkeiten in allen Bankfilialen und am Flughafenschalter neben der Gepäckausgabe zur Verfügung. Bitte bedenken Sie, dass der Wechselkurs stark schwanken kann und erfahrungsgemäß in der Innenstadt günstiger ist als am Flughafen. Sie können aber auch an Geldautomaten mit Ihrer Kreditkarte bzw. Maestrocard Bargeld abheben. Geldautomaten befinden sich in Bankfilialen, Einkaufszentren, an Flughäfen und Bahnhöfen sowie in vielen Hotels.

Ja, für alle Aeroflot- sowie Lufthansaflüge können Sie ab 24 Std. vor Abflug online einchecken, wenn es sich um eine Individualreise handelt.

Die Gepäckobergrenze für das aufzugebende Gepäck liegt bei Aeroflot bei 23 kg (ein Gepäckstück). Außerdem dürfen Sie Handgepäck von maximal 10 kg (ein Gepäckstück) mit an Bord nehmen. Bitte achten Sie darauf, dass sich in Ihrem Handgepäck keine scharfen und leicht entzündlichen Gegenstände sowie Flüssigkeiten befinden. Alle Flüssigkeiten, welche in Ihrem Handgepäck verbleiben, dürfen max. 100 ml pro Stück und insgesamt max. 1000 ml Fassungsvermögen haben und separat in einer transparenten Plastiktüte abgepackt sein.

Hier gilt die Faustregel: Für alle Inlandsflüge mindestens 1,5 Stunden und für alle Auslandsflüge mindestens 2 Stunden vor Abflug.

Für einen Aufenthalt in St. Petersburg benötigen Sie seit Oktober 2019 nur noch ein E-Visum. Das neue elektronische Visum gilt u. a. für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr Visum können Sie online, mindestens 4 Tage vor Reiseantritt selbst beantragen.

Wenn Sie uns mit der Visumbeschaffung beauftragen möchten, kann die Erstellung des Visums  bis zu 10 Arbeitstage dauern.

Die Bearbeitungszeit von Visaanträgen für z.B. nach Moskau  beträgt jedoch ca. drei Wochen. Erfahren Sie hier mehr..

Für die meisten deutschen Mobilfunkanbieter ist diese Funktion freigeschaltet. Sollten Sie unsicher sein, kontaktieren Sie Ihren Mobilfunkanbieter und bitten Sie ihn ggf. Ihre SIM-Karte für Russland freizuschalten.

Ja, wenn Sie viel telefonieren oder im Internet surfen. SIM-Karten mit Prepaid-Funktion gibt es in Mobilfunkgeschäften vor Ort, z. B. an Flughäfen, Bahnhöfen und in fast allen Einkaufszentren. Sie werden dabei aufgefordert, sich per Lichtbildausweis zu identifizieren.

WLAN-Spots finden Sie in Hotels, an Flughäfen, in vielen Cafes und Restaurants sowie in der Metro. Die Übertragungsgeschwindigkeit entspricht meist dem 4G-Standard.